Strom als Energieträger
Wenn Ladungsträger wie Elektronen oder Ionen sich in eine bestimmte Richtung bewegen, spricht man von elektrischem Strom. Diese Fließbewegung von Strom sieht man am einfachsten in einer Batterie. Hier werden an einem Pol Elektronen gesammelt, am anderen werden sie abgestoßen. Zwischen ihnen baut sich eine Spannung auf, die einen mechanischen Zug auf die Ladungsträger ausübt. Über einen Widerstand geraten sie in eine Beschleunigung- Strom fließt. Leiter sind in erster Linie Metalle, aber auch ionisierte Gase oder leitfähige Flüssigkeiten. Bei diesen Leitern zweiter Klasse kann es zu einer Erschöpfung der Leitfähigkeit durch die Veränderung der Beschaffenheit durch den Stromfluss kommen.
In der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts begann die technische Nutzung dieser Entdeckung. Vor allem in der Telegrafie und der Galvanik war Strom begehrt. Zu Beginn reichte der Einsatz von einfachen Batterien, um große Erfolge zu erzielen. Im Jahr 1866 setzte der deutsche Erfinder Werner von Siemens seine Entdeckung des dynamoelektrischen Phänomens ein und konstruierte den ersten elektrischen Generator, denn mehr und mehr Unternehmen brauchten eine kontinuierliche Versorgung mit Elektrizität. Zu einem großen Prozentsatz war dies die Versorgung der Städte und Privathaushalte mit Licht aus Glühlampen. Auch Leuchttürme konnten sehr zeitig ihre Effizienz steigern, indem sie Kerzen durch Bogenlampen ersetzten. Im Zuge des steigenden Bedarfs an elektrischem Strom entstanden die ersten Kraftwerke, die mit Wasserturbinen oder Dampfmaschinen betrieben wurden.